Archive

Archive for the ‘J’ Category

Nebelmond – Juliane Werding

July 9th, 2006 jrcue No comments

Das letzte Mal als wir uns sahen

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
Fhlte ich das Unheil nahen

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
Und ein Geheimnis
von dem ich nichts wei

trieb dich fort in die Dunkelheit.
Eine offene Rechnung
ein alter Streit -
auf dem ander’n Ufer der Nacht.

Am Himmel zogen wilde Wolken

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
Ich lief dir nach und konnte dir nicht folgen

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
Ich hrte Stimmen
jemand schien dir zu drohn

irgendwo in der Dunkelheit.
Sieben Schsse fielen
ein Mann lief davon
an dem ander’n Ufer der Nacht.

Ich spr – in mir – da ich deine Nhe nie verlier.
Ich spr – in mir – eines Tages bin ich bei dir.

Vier Uhr frh – ich denk an damals

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
In jedem Traum seh’ ich dich vor mir

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
Und wenn mich die Erinnerung qult

such ich dich in der Dunkelheit.
Du lebst jetzt in einer besseren Welt
auf dem ander’n Ufer der Nacht.

Ich spr – in mir – da ich deine Nhe nie verlier.
Ich spr – in mir – eines Tages bin ich bei dir.

Ich such dich in der Dunkelheit.
Du lebst jetzt in einer besseren Welt
auf dem ander’n Ufer der Nacht.

Am Himmel zogen wilde Wolken

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
Ich lief dir nach und konnte dir nicht folgen

hell war der Mond und die Nacht voll Schatten.
Und wenn mich die Erinnerung qult

such ich dich in der Dunkelheit.
Du lebst jetzt in einer besseren Welt
auf dem ander’n Ufer der Nacht.
Hell war der Mond und die

Categories: J

Nacht Voll Schatten – Juliane Werding

July 9th, 2006 jrcue No comments

Ich sah im Kerzenlicht nur seine Hnde

die Glut der Zigarette und ein Bier

der Abend war fr mich schon fast zu Ende

da Ischte er das Licht und kam zu mir.

Er wollte einfach mehr als ich erlaubte

er dachte wohl
im Dunkeln kriegt er mich.
Und als ihm die letzte Hoffnung raubte

da drehte ich mich um und sagte ihm:

Man mu das Leben eben nehmen
wie das Leben eben ist.
Wie wr’ es denn
mein Junge
wenn Du heut ‘ne andere kt;
denn erstens kommt es anders als man meistens zweitens denk
man kriegt in diesem Leben leider nichts geschenkt.
Er hrte nicht auf das
was ich ihm sagte

ich dachte mir
aus Schaden wird man klug

und als er mich nach meinem Heimweg fragte

da war er fr mich grade gut genug.

Er nahm mich mit in seinem groen Wagen

als Preis dafr wollt er noch mit zu mir

da packte ich ihn fest an seinem Kragen
und setzte ihn ganz einfach vor die Tr.

Man mu das Leben eben nehmen
wie das Leben eben ist
. . .
Er gab nicht auf und rannte hinter mir her

doch ich war
Gott sei Dank
viel schneller als er

ich Ischte schnell das Licht
er sah die Treppe nicht
und polterte und stolperte hinaus.

Man mu das Leben eben nehmen
wie das Leben eben ist
. . .

Categories: J

Man Muss Das Leben Eben Nehmen – Juliane Werding

July 9th, 2006 jrcue No comments

jeden Morgen kommt der Alltag in ihr Zimmer rein
mde wacht sie auf
sie macht kaffee
geht zum Kaufmann
trgt die Tten dann
die vielen Stufen rauf
sie war nie eine Dame
ihre Hnde sind rauh
und ob er sie noch lieb hat
wei sie nicht genau
doch sie ist eine Frau
die fhlt und begehrt
sie sieht sich selbst im roten Klaid
lachend
voller Zrtlichkeit
alles soll so sein
wie es mal war

lieben fr immer
hat er gesagt
und sie hat ihm vertraut
lieben fr immer und jeden tag
ein neues Schlo genaut
in ihrem Zimmer
lieben fr immer

sie war nie eine Dame
ihre Hnde sind rauh
und ob er sie noch lieb hat
wei sie nicht genau
doch sie ist eine Frau
die fhlt und begehrt
sie sieht sich selbst im roten Klaid
lachend
voller Zrtlichkeit
alles soll so sein
wie es mal war

lieben fr immer
hat er gesagt
und sie hat ihm vertraut
lieben fr immer und jeden tag
ein neues Schlo genaut
in ihrem Zimmer
lieben fr immer

lieben fr immer

Categories: J

Wenn Du Denkst, Du Denkst, Dann Denkst Du Nur Du Denkst – Juliane Werding

July 9th, 2006 jrcue No comments

Der Tag war zu Ende
und ich war zufrieden mit mir
da ging ich

weil ich nicht schlafen konnte
noch aus auf ein Glas Bier

Dorthin
wo die Mnner an Theken und an Tischen sich den Schaum von
den Lippen wischen
und ich hrte sie schon von drauen schrein -
so trat ich ein. Augenblicklich war es still
nur drei Mnner am
Tisch
die spielten Skat
und einer
der stand mit seinem Glas am
Spielautomat und dann rief irgendeiner:

Categories: J

Weisse Pferde – Juliane Werding

July 9th, 2006 jrcue No comments

Mein Zug nach Haus ging erst um neun,
im Wartesaal sa ganz alleinein alter Mann mit gleichem Ziel,
er lud mich ein zu einem Wrfelspiel,
lud mich ein zu einem Wrfelspiel.

Ich sagte ihm: Ich spiele nie.
Drauen fiel Schnee, ein D-Zug schrie,
da sagte er: Es geht um viel,
es geht um dich in diesem Wrfelspiel,
geht um dich in diesem Wrfelspiel.

Niemand ahnt es, wie der Wrfel fllt,
doch nichts geschieht durch Zufall auf der Welt.

Was ich auch warf, er hatte mehr,
ich dreimal Sechs, und Neunzehn er,
war wie im Trance vom Spiel erfasst,
und hab dabei den Zug nach Haus verpasst,
hab beim Spiel den Zug nach Haus verpasst.

Niemand ahnt es, wie der Wrfel fllt,
doch nichts geschieht durch Zufall auf der Welt.

Dann gab’s Alarm – Signal auf Rot,
der Zug entgleist – 10 Menschen tot.
Der Mann war fort – der Schleier fiel,
in meiner Hand hielt ich das Wrfelspiel,
in der Hand hielt ich das Wrfelspiel.
Ich verstand, warum der Wrfel fiel.
Ich verstand, warum der Wrfel fiel.

Categories: J